Neapel – sehen und sterben

Von Neapel sagt man oft „Neapel sehen und dann sterben!“. Was ist dran an diesem Spruch?

Ich habe nun Neapel [Google SAT-Karte] besucht und will in einem kleinem Vierteiler darüber berichten und Tipps geben. Diese 4 Teile sind geplant:

1) Neapel – sehen und sterben (dieser Post)
2) Neapolitaner – Meister des Wäschewaschens
3) Fiat 500 – kleines, süßes Großstadtauto
4) Neapel – Einblicke und Schnappschüsse

Also, wir fliegen mit Tuifly von München nach Neapel für 85 EUR. Nicht schlecht, einen kleinen Fluglinentest TuiFly gibt es bald auch hier.

Zunächst einmal ein paar grundlegende Tipps:

– Flüge mit Tuifly.com ab ca. 80 EUR Gesamtkosten
– Bus vom Flughafen zum Piazza de Garibaldi (Hauptbahnhof) für 3 EUR pro Strecke. Alle 20 Minuten. Rückfahrt vor dem McDonalds. Taxikosten sind also überflüssig. Dauer zwischen 15 und 30 Minuten, je nach Verkehr.
– Übernachtet haben wir im Mercure Garibaldi (2 Nächte für EUR 147), direkt am Hauptbahnhof. Das 2 Mercure liegt zentraler, ist aber fast doppelt so teuer. Ansonsten gibt es super viele Hotel, z.B. bei hotel.de, hotels.com oder ehotel.de. Preise ab 30 EUR, ich empfelhe aber mind. 50 EUR pro Nacht auszugeben.

Darauf unbedingt achten:

– Momentan sind kaum Touristen da und wir haben auch keine Kriminalität gemerkt. Trotzdem ist erhöhte Aufmerksamkeit ratsam: Keine Armbanduhren mitnehmen, keine Geldbeutel und den Safe im Hotel benützen für Ausweise etc.
– „Watch your feets!“ – Überall liebt Hundekot, so etwas hat die Welt noch nicht gesehen. Echt eklig.
– Preise: Überall wird versucht einem Geld aus der Tasche zu ziehen. Da bestellt man eine Latte Macchiatto, bekommt aber einen Caffee Latte und soll statt 2 dann 3 EUR zahlen. Im Supermarkt sind keine Preise ausgezeichnet und man muss das zahlen, was der Kassierer will. Ebenso beim Eis. Immer auf die angeschriebenen Preise achten! Wir kamen uns echt wie auf Cuba vor!
– Kein Autofahren: Die Nepolitaner fahren einen heißen Reifen. Bloß nicht auf die Idee kommen, sich ein Auto zu mieten und sich munter in den Verkehr stürzen. Soviele verbeulte Autos habe ich noch nirgends gesehen. Gehupt wird Tag und Nacht.
– Essen: Immer dran denken, dass die Restaurants erst abends wieder um 19:30 Uhr öffnen. Das mussten wir mit einem leerem Magen am ersten Tag schmerzlich erfahren. 😉

Okay, genug gelästert, nun zu den Sehenswürdigkeiten und den schönen Seiten der Stadt:

Vom Piazza Garibaldi kommt man zu Fuß über die Corso Umberto I. in den eigentlichen Altstadtkern, Mittelpunkt dort ist das Castel Nuovo, welches nun 700 Jahre auf dem Buckel hat.

Von dort hat man einen tollen Blick auf den Hafen und natürlich auf den entferntliegenden Vesuv.

Von dort ist es nur ein Katzensprung zum Piazza del Plebiscito, dem heutigem Flanierplatz mit dem Königspalast und der Kirche San Francesco di Paola. Diese sieht ähnlich dem Römischen Pantheon aus.

Vom Palast sieht man die Galleria Umberto I., einer riesiegen Glasüberdachten Galerie mit netten Caffees und Geschäften. Hier von oben:

Und hier von innen:

Von hier aus geht man die Via Toledo ein Stückchen Richtung Berg, biegt links ab zur Station „Funicolare Centrale“ und fährt mit dieser Zahnradbahn auf die Burg Castell Sant’Elmo.

Von hier aus hat man den besten Blick über die gesamte Region inklusive Stadt und der Küste von Neapel, der Landzunge Monti Lattari und den Inseln Capri, Ischia und Procisa. Doch seht selbst:

Statt wieder mit den Zahnradbahn runterzufahren, sind wir zu Fuß runter gelaufen – es lohnt sich! Vor den Busparkplätzen am Museum geht es Serpentinen runter.

Insidertipp: Das Unterirdische Neapel – Napoli Sotteranea

Relativ schwer zu finden in der Piazza San Gaetano liegend [Karte ] [offizielle Webseite], kann man an Führungen in den Untergrund von Neapel teilnehmen. Am besten gleich morgens um 10 Uhr dabeisein, dann hält sich der Ansturm noch in Grenzen.

Obwohl das Untergrundsystem schon mit Entstehung der Stadt vor 5000 Jahren entstand, wurde es erst durch den Kulturverein „Napoli Sotterranea“ neu wiedergefunden. In einer knapp 1,5 h dauernden Tour durch die unterirdischen Gänge lernt man mehr über das Leben vor 2000 Jahren als auch zu Zeiten des 2.Weltkrieges, als sich die Neapolitaner sich vor den Bomben der Allierten dort unten versteckten.

Für die 9 EUR pro Person lohnenswert!

Fazit:

Eine riesige italienische Stadt mit langer Geschichte, vielen Highlights, verwinkelten Gässchen und vielen, vielen netten Einwohnern! Uns haben knapp 3 Tage ohne das Umland gereicht. Im Sommer lohnt es sich nocht, die umliegenden Regionen zu besuchen. Wir kommen wieder!

Einige Weblinks um sich auf einen Neapel-Urlaub vorzubereiten:

Reisereportagen aus aller Welt: www.rolf-froehling.de




4 Kommentare zum Thema “Neapel – sehen und sterben”

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