Suriname – Im Einbaum durch den Urwald
- 28. Oktober 2008
- Südamerika
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Suriname liegt im Nordwesten von Südamerika, man spricht niederländisch und einige bekannte niederländische Fussballspieler wie Frank Rijkaard, Ruud Gullit, Nigel de Jong oder Clarence Seedorf sind surinamischer Herkunft. Als Fussballfan bin ich auch darauf gekommen, über Suriname zu schreiben. Und: Man fährt nicht Auto, sondern “Einbaum”. Das erinnert mich ein bisschen an das Okavango Delta in Botswana.
Im Einbaum, dem 11,6 Meter langen Hauptverkehrsmittel in Suriname, werden an der breitesten Stelle nur zwei Menschen nebeneinander Platz finden. Suriname hat knapp 500.000 Einwohner. 90 Prozent davon leben an der Küste. Eine einizge größere Straße führt durch Suriname: Von Nieuw Nickerie bis nach Albina. Etwa 13 Millionen Hektar des Landes sind mit teils unerschlossenem Dschungel bedeckt, welchen Indianer bewohnen. Während Besucher mit Cessnas unterwegs sind, bevorzugen Einheimische den Einbaum.
Oft passiert es, dass „Tramper“ unterwegs mitgenommen werden; so noch Platz im Einbaum ist. In Küstennähe zeigt sich der Fluss Marowijne sehr breit. Nach den ersten Kilometern beginnt das Gebiet der Paramaccaner, die 2.500 Marrons zählen; ehemalige Sklaven, die sich hier zusammengefunden haben.

Mit 40 km/h geht es weiter über den Fluss, vorbei an Krokodilen, fischenden Kindern und Mangrovenwäldern. Langsam sieht man nur noch vereinzelte Hütten, deren Bewohner Äffchen als Haustiere halten. Dahinter sieht man den Regelwald; unüberwindbare Wildnis. Weiter entfernt erreicht man Drietabbetje, in dem das puu baaka Fest das Ende der Trauerzeit feiert. Felsen und Stromschnellen wechseln sich auf der flüssigen Straße ab.
Immer wieder ist Hilfe der Mitreisenden gefragt; teils zu Fuß, teils zu Wasser. Als der Fluss enger wird, scheint auch die Landschaft hügeliger. Dass hier Leben herrscht, sieht man nur an den schreienden Aras, die über den Fluss fliegen – Dörfer gibt es hier nicht mehr. Es folgt die Siedlung Tutu Kampu mit etwa 50 Wayana-Indianern als Einwohner. Immer tiefer geht die Bootsfahrt, bis wirklich kaum noch jemand am Ufer lebt. Eine kurze Tour durch den Regenwald und es ist Zeit, die Umkehrtour anzutreten.
Also Suriname sollte auch bei jeder Weltreise nicht fehlen…
Reisen nach Suriname gibts z.B. hier. Und das Auswärtige Amt gibt wie immer Infos zur Sicherheit, Visum und Gesundheit.
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