Billigfliegen – Teurer als gedacht

Billigfliegen wird ja mittlerweile zum Volkssport. Hier die TuiFly 19,99 Aktionen und hier mal die 0,01 Cent Flüge. Eintagsfliegen bei Condor und und und. Aber das dicke Ende kommt oft kurz vor der Online-Buchung: Hohe Gebühren für jedes Extra können den Flugtarif verdoppeln.

Besonders Billigflieger sind erfinderisch, wenn es darum geht den Passagier noch ein paar Kröten extra aus der Tasche zu ziehen. Bei der Buchung berechnet Tuifly z.B. pro Ticket und pro Route EUR 1,50 extra, wenn man mit Kreditkarte bezahlt. Des weiteren kostet jedes Getränk oder jede Mahlzeit auf den Flügen. Bei längeren Reisen kann das durchaus teuer sein, da man ja nur noch 100 ml zu Trinken mit nehmen darf. Hier hatte ich mal den Tuifly Praxistest gemacht.

Ryanair verlangt von jedem Fluggast eine öminöse „Versicherungs- und Rollstuhlabgabe“ („Insurance and Wheelchair Levy“) von 5,54 Euro. Germanwings nennt seine 5,99 Euro pro Passagier einfach „Zuschlaggebühr“ („Surcharge“). Bei anderen Airlines nennt man es „Abfertigungsgebühr“ („Passenger Service Charge“). Auch das Gepäck muss bei manchen Fluggesellschaften kostenpflichtig eingecheckt werden. Ryanair fordert Gebühren von 4,50 Euro pro Gepäckstück bis 15 Kilo; was darüber liegt, gilt als Übergepäck und kostet noch mehr.

Natürlich müssen die Fluglinen profitabel arbeiten, kein Wunder, dass sie da erfinderisch agieren müssen und den Gästen Kosten weiter berechnen.

Ryanair verdiente im abgelaufenen Winterquartal 2006 unerwartet viel: Der Reingewinn kletterte von Oktober bis Dezember um 30 Prozent auf 47,7 Millionen Euro.





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