Weltreise Wissen

Erfahrungen auf unserer Weltreise


Weltreiseausrüstung

Eine gute Ausrüstung ist das A und O einer Weltreise. Achten Sie beim Kauf zwar auf Qualität, denn Sie sind schließlich für die gesamte Zeit Ihrere Reise auf Ihre Ausrüstung angewiesen, aber denken Sie auch Ihren Geldbeutel. Outdoorausrüstung ist teuer und vergessen Sie nicht, dass unter diesen Bedingungen der Verschleiß hoch ist und Sie vor Langfingern nie gefreit sind. Meines Erachten ist es wichtig, ein gutes Mittelmaß von allem zu finden. Weitere Tipps zum Thema Ausrüstung finden Sie hier .

Treckingrucksack:

Die Auswahl an guten Rucksäcken ist riesengroß. Es werden unterschiedliche Marken mit ausgeklügelten Tragesystemen in diversen Größen und Formen an.

  • Kaufen Sie Ihren Rucksack nicht im Katalog. Lassen Sie sich von einem Fachmann individuell für Ihre Vorhaben beraten. Vergleichen Sie die Preise im Internet.
  • Testen Sie unterschiedliche Modelle und schauen Sie, welches Tragesystem am besten auf Ihren Rücken passt, mit welchem Tragesystem Sie sich am wohlsten fühlen.
  • Wie groß sollte der Rucksack sein? Wie viele Liter können Sie überhaupt dauerhaft tragen? Dies hängt ganz klar von ihrer Körpergröße ab! Denken Sie daran: Weniger ist mehr!
  • Achten Sie darauf, dass ihr Rucksack möglichst schmal geschnitten ist, damit ihre Arme nach hinten freien Spielraum haben.
  • Treckingrucksack versus Travellerrucksack: Was ist ihr Ziel? Tragen Sie ihren Rucksack lediglich vom Busterminal zum Taxi oder Hostel oder wollen Sie auch backpacken? Die Travellerrucksäcke haben oft ein eingebautes Trollisystem, so dass Sie ihren Rucksack angenehm hinter sich her ziehen können. Dadurch gewinnt der Rucksack jedoch an Gewicht, so dass diese Rucksäcke zum Wandern nicht geeignet sind. Ebenso ist das Tragesystem der Travelserien nicht so stabil und komfortabel wie bei Treckingruckäcken. Deshalb müssen Sie sich vor dem Kauf genau überlegen, welches Modell zu ihren Bedürfnissen passt.

Rucksackschutz:

Ich empfehle es nicht, ohne Rucksackschutz Bus zu fahren oder zu fliegen. Dies geht auf die Materialstruktur Ihres Rucksackes. Mit etwas Pech können Abnutzungserscheinungen bereits nach dem ersten Flug auftreten und Löcher in Ihrem Rucksack müssen nicht mehr weit sein .

Für einen Rucksackschutz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

  • Diese reichen von Säcken aus verstärktem Plastik bis hin zu Schutzbezügen, die im Tragesystem eine Reißverschlussöffnung haben (z.B. von BACH).
  • Schutzbezüge dienen nicht nur dem Rucksack an sich als Schutz sondern auch dem Inhalt, denn bevor Diebe aktiv werden, müssen sie nochmal eine kleine Hülle umgehen. Es ist zu empfehlen, die Ösen des Rucksackschutzes mit einem kleinen Schloss zu verschließen.
  • Unser Tipp: Cerro Torre der Marke Lowe Alpine

Tagesrucksack / Daypack:

Hier ist die Auswahl ebenso groß wie bei den Treckingrucksäcken. Achten Sie beim Kauf auf Folgendes:

  • stabiles und komfortables Tragesystem
  • angemessene Größe: erwiesen haben sich auf unserer Reise je nach Bedarf ca. 30l Rucksäcke
  • integrierter Regenüberzug
  • integriertes Schaumstoffsitzkissen
  • Benötigen Sie ein Fach für den Laptop?
  • mein Favorit: Deuter Trans Alpin

 

Rucksacksicherheit:

In Ihrem Rucksack bewahren Sie Ihr komplettes Hab und Gut und all ihre Wertsachen auf. Um dies vor Langfingern zu schützen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

  • Verschließen Sie Ihren Daypack mit Zahlenschlössern
  • Eine gute Möglichkeit Ihren großen Rucksack zu verriegeln ist das Rucksacknetz von Packsafe. Ein engmaschiges Netz aus Stahl bedeckt Ihren Rucksack und bietet Ihnen gleichzeitig die Möglichkeit, den Rucksack mit Hilfe eines Stahlseiles festzubinden.
  • Packsafe-Gegner sagen:
    • Das Packsafenetz ist relativ schwer.
    • Die Maschen sind nicht allzu eng geknüpft, so dass man mit der Hand immer noch durchfassen kann.
    • Es könnte für Diebe ein besonderer Anziehungspunkt sein, denn sie vermuten besonders wertvollen Inhalt.
  • Packsafe-Befürworter sagen:
    • Diebe wollen einen schnellen und schmutzigen Job. Das Packsafenetz schreckt ab!
  • Wir sagen: Das Packsafenetz ist wirklich zu schwer, ganz ohne Schutz ist uns zu unsicher, denn wir haben negative Erfahrungen gemacht. Deshalb schützen wir unseren Rucksackinhalt mit unserem ganz normalen Rucksackschutz, wie wir ihn oben bereits erwähnt haben. Wir haben an die Verschlüsse kleine Stahlösen drangemacht und verschließen diese mit Zahlenschlössern. Dies bietet guten Schutz beim Fliegen und im Hotelzimmer. Unsere Wertsachen / unsere Elektronik schließen wir zusätzlich in einen Wassersack ein, den wir ebenfalls mit einem Zahlenschloss verschließen. Hat sich auf unserer Reise sehr gut bewährt!

 

Schlafsack:

  • Hier streiten sich die Geister. Viele reisen komplett ohne Schlafsack, sparen dadurch jede Menge Platz im Rucksack und Gewicht auf dem Rücken. Bei Bedarf wird kurzer Hand ein Schlafsack beim Touranbieter oder in einem Outdoorladen geliehen.
  • Meine Meinung: Die geliehenen Schlafsäcke, die ich zu Gesicht bekommen haben, waren nicht der Hit! Wer z.B. in den Anden wandern und campen geht, der muss auf 4000m mit Temperaturen von minus sieben Grad rechnen. Doch nicht nur in den Extremen werden dich Nächte kalt, in Südamerika sind die Nächte generell kalt.
  • Packen Sie sich einen warmen Schlafsack ein!! Dann können die Nächte kalt werden wie sie wollen, Ihnen kann dies nichts anhaben.
  • Daune versus Synthetik? Geschmackssache

 

Campingausrüstung:

Für viele Weltreisende stellt sich die Frage Campingausrüstung ja oder nein?

  • In Asien ist sie überflüssig.
  • In Australien und Neuseeland hängt es von Ihrer Reiseart ab.
  • Für die USA empfiehlt sie auf jeden Fall eine Campingausrüstung, denn die Übernachtungen auf Campingplätzen sind extrem günstig und sicher.
  • In Südamerika liegt der Preis für eine Übernachtung im Hostel meist mit Küchenmitbenutzung abhängig vom Land, Doppel- oder Mehrbettzimmer bei ca. 4 bis 20 €, also recht günstig. Deshalb macht es aus finanziellen Gründen nicht wirklich Sinn, die Campingausrüstung mitzuschleppen. Das Andenhochland wie auch Patagonien laden jedoch zu wunderschönen Mehrtagestouren ein. Deshalb empfehle ich für alle Berg- und Wanderliebhabe eine individuelle Campingausrüstung. Sie können zwar vor Ort alles leihen, dennoch lässt die Qualität der Produkte meist deutlich zu wünschen übrig. Wer schläft schon gerne auf einer ganz normalen, dünnen Isomatte auf 4000m Höhe? Wer wacht gerne in einem nassen Zelt auf, weil zu Saisonende nur noch alte, undichte Zelte vermietet werden? Klar, heißt dies einiges mehr zu tragen, dennoch weiß man bei den eigenen Produkten was man hat.
  • Meine Empfehlung:
    • Isomatten von Exped oder Thermarest. Super leicht, geringes Packmaß, höchste Isolation
    • Kleines, superleichtes Expeditionszelt
    • Campinggeschirr / Kocher
    • Headlamp