Weltreise Wissen

Erfahrungen auf unserer Weltreise


Die Reiseapotheke

Neben einer guten Weltreiseausrüstung wie z. B. Rucksack, Schlafsack, Zelt,… und der Kleidung auf Weltreise , ist eine individuelle Reiseapotheke auf jeden Fall nötig. Hier finden Sie einen Überblick über den möglichen Inhalt Ihrer Reiseapotheke.

Malariaprophylaxe:
Mir sind drei Varianten bekannt, diese habe ich hier kurz aufgeführt. Allerdings empfehle ich allen Reisenden, professionelle Infos im Tropeninstitut wie z.B in München oder Hamburg einzuholen. Dies sind die Informationen, die ich im Herbst 2008 im Tropeninstitut in München erhalten habe.

  • Doxyzyklin ist ein Antibiotikum, das täglich eingenommen werden muss. Auch als „Billigvariante“ bezeichnet. Frauen können sich zur Vorbeugung gleich eine Packung Scheidenzäpfchen einpacken.
  • Malarone: gängiges Malariamedikament, gut verträglich. Allerdings gab es Ende des Jahres 2008 noch keine Langzeitstudien.
  • Lariam: ebenfalls gängiges Malariamedikament, allerdings wengier gut verträglich, kann kräftige Nebenwirkungen auslösen. Jedoch bei den Soldaten im Vietnamkrieg mit Langzeitstudien gut erforscht und es wurde nachgewiesen, dass das Medikament nach drei Monaten komplett vom Körper abgebaut wurde.

Allerdings ist mit dem Schlucken einer Malariaprophylaxe nur die halbe Miete bezahlt. Wichtig ist es, dass Sie die Anzahl der Stiche möglichst minimieren. Hierzu ein paar Tipps:

  • Wenn Sie planen, Malariagebiete zu bereisen, lohnt sich ein engmaschiges Moskitonetz, welches vom Hersteller moskitoabweisend behandelt wurde, auf jeden Fall. Sie können nicht in jedem Hotel damit rechnen, dass Ihnen ein Moskitonetz zur Verfügung gestellt wird. Seien Sie aber gewarnt, die Moskitos stechen auch durch das Netz durch!
  • Verwenden Sie ein Repellent für die nicht bedeckten Hautstellen, z.B. Autan activ, „No bite“,…
  • Die Moskitos stechen auch durch Ihre Kleidung. Es gibt mehrere Möglichkeiten, Ihre Kleidung „stichsicher“ zu machen:
    1. Sie sprühen Ihre Klamotten mit Chemie z.B. „No bite“ ein. Diese Schutz wäscht sich jedoch relativ schnell heraus.
    2. Sie kaufen Produkte, die bereits vom Hersteller behandelt wurden (z.B. von „Care plus“). Diese waschen sich ebenfalls heraus, allerdings erst nac …… maligem Waschen.
    3. Mein Favorit: Sie kaufen Produkte der Marke Fjäll Raven aus der Serie G1000. Die Stoffe werden aus einem besonderen Faden gewoben, den die Moskitos nicht durchstechen können!

Durchfallmedikamente:

  • Elektrolyte dürfen in keiner Reiseapotheke fehlen.
  • Infusionsbesteck für den Fall, dass Sie aufgrund von Austrocknung Infusionen brauchen.
  • Loperamid. Achtung: Bevor Sie diese Art von Medikamenten einnehmen, lassen Sie die Durchfälle „durch“, sonst sammeln sich die Bakterien in Ihrem Körper an und dann werden Sie evtl. „richtig“ krank. Loperamid sollte nur dann verwendet werden, wenn Sie z.B. eine Busfahrt überstehen müssen.
  • Eine Alternative zum Loperamid stellen Kohletabletten dar. Diese „dichten“ leider oder glücklicherweise nicht ganz so gut ab. Allerdings nehmen Sie die krankheitsverursachenden Keime mit auf. Diese werden dann mit dem nächsten Stuhlgang mit ausgeschieden.
  • Sollten Sie über einen längeren Zeitraum Durchfälle haben, Blut im Stuhl oder an Durchfall UND Fieber leiden, dann suchen Sie umgehend einen Arzt auf!!

 

Erkältungsmedikamente:

  • Halsschmerztabletten
  • Schleimlöser
  • Schnupfenspray

 

Schmerzmedikamente:

  • Bsp: Aspirin, Ibu und vieles mehr

 

Verbandsmaterial:

  • Mullbinden
  • Pflaster
  • Blasenpflaster
  • Tape

 

Sonnenschutz:
Unterschätzen Sie die Kraft der Sonne nicht.

  • Sonnenschutzcreme mit Lichtschutzfaktor 50 ist durchaus zu empfehlen.
  • zur Behandlung eines Sonnenbrandes: Advantancreme mit Cortison darf nicht im Gesicht angewendet werden (ist nur auf Rezept erhältlich)
  • gute Sonnenbrille, die den Augenbereich komplett abdeckt, Sonnenhut

 

Medikamente gegen Seekrankheit:

  • Die Amerikaner schwören auf Dramamine
  • Natürlich wikt Inger: Ginger Ale triken, Ingwergewürze, Ingwertee und Ingwertabletten helfen auch

 

Homöopathie für die Reise:

  • Ledum: gegen Bisse und Stiche
  • Nux Vomica: gegen Übelkeit und Erbrechen
  • Okoubaka: bei Durchfallerkrankungen und zur Entgiftung des Körpers z.B nach einem „Impfmarathon“
  • Arsenum Album: Bei Durchfallerkrankungen
  • Staphisagria: zur Vorbeugung gegen Malaria
    Diese Kügelchen sollen selbstverständlich nicht eine „echte“ Malariaprophylaxe ersetzen! Staphisagria soll bereits zwei bis drei Wochen vor Ihrer Ankunft und während Ihres Aufenthaltes in den Malariagebieten eingenommen werden. Als Folge „mögen“ die Moskitos Sie nicht allzu sehr und Sie vermindern dadurch die Zahl der Stiche.
  • Rescue Creme bei Prellungen und Verletzungen

 

Infusionsbesteck:

  • Wenn Sie 100%ig sicher sein wollen und z. B. nach Afrika oder in ländliche Gebiete reisen, ist Infusionsbesteck nie falsch. Da Sie nie wissen, in welchem Krankenhaus Sie landen, verlassen Sie sich am besten auf Ihr eigenes Infusionsbesteck, Ihre eigenen Spritzen und Nadeln.

 

Tipp:

Verpacken Sie alle Tabletten in kleine Ziplock-Tütchen, denn früher oder später werden die Tabletten aus ihrer Originalverpackung herausgedrückt sein. Sie haben dann einen dicken Tablettensalat in Ihrer Reiseapotheke, können die Tabletten dem Beipackzettel nicht mehr zuordnen und besonders Kohletabletten verursachen eine schöne Sauerei!

Für Südamerika gilt:

Die Apotheken in den Städten sind sehr gut ausgestattet. Alles, was Sie nicht in Ihrer persönlichen Reiseapotheke finden, finden Sie sicherlich in einer Apotheke vor Ort. Lediglich bzgl. der Malariaprophylaxe kann ich keine Aussagen treffen.