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Sydneys Fähren sollen verkauft werden

Untrennbar mit der Stadt Sydney sind – wie das Opera House – die grün-gelben Fähren im Hafen mit der australischen Weltstadt verbunden. Während die Traditionsfähren für uns Touristen zum zweiten Wahrzeichen der Stadt geworden sind, gehören diese auch für die Bewohner Sydneys zum festen Stadtbild. So nützen im Hafen von Sydney jährlich über 14 Millionen Fahrgäste die Schiffsverbindung. Mittlerweile verkehren 28 Schiffe zwischen 40 Zielen, die nun vom Bundesland New South Wales verkauft werden sollen.

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Die Stadt sieht sich gezwungen mit Hilfe des Verkaufs von Infrastruktur und so auch mit dem Verkauf der Traditionsfähren, seine Schulden in Höhe von über 12,2 Milliarden australischen Dollar, umgerechnet 9,02 Millairden Euro, zu tilgen. Der Kaufpreis für die Fähren liegt bei geschätzten 200 Millionen AUSD. Unterhalt und Betrieb sollen an einen privaten Investor übertragen werden. Die Landesregierung möchte aber weiterhin bei den Fahrpreisen ein Mitspracherecht haben und unprovitable Strecken unterstützen.

Der Staat hofft nicht nur auf finanzielle Vorteile, sondern auch auf häufigere und schnellere Verbindungen, denn der traditionelle Service hat sich in den letzten Jahren kaum verändert. Schnellfähren hingegen konnten ihre Passagierzahl in kurzer Zeit vervielfachen.

Interesse an den Traditionsfähren zeigen 28 Anbieter, die noch nicht offiziell bekannt sind. Ein australischer Anbieter sei wohl eine Bietergemeinschaft bestehend aus dem australischen Busbetreiber Transfield Services und dem französischen Dienstleister Veolia Fransdev. Ausländische Interessenten seien wohl der niederländische Fährdienst Royal Doeksen, die neuseeländische Reeder Fullers Group und der britische Gefängnisbetreiber Serco. Ebenso sei der frühere australische Ministerpräsident mit seinem Unternehmen Solar Sailor an den Fähren interessiert. So auch die Freunde John Singleton und Geoff Dixon mit den Investmentbankern Mark Carnegie und Greg Wooley. Singleton konnte sein Vermögen in der Werbung aufstocken. Dixon war einst Vorstandsvorsitzende der von Quantas Airways.

Die 450 angestellten Maschinisten und Matrosen sehen ihre Zukunft unklar. Ihre Gewerkschaften entsagen sich jedem Verkauf.

Tags: Australien