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Südsudan in Afrika – Staat Nr. 197

Die Weltkarten und Atlanten sind seit diesem Wochenende einmal weniger aktuell. Denn in Afrika gibt es einen neuen Staat, der u.a. von Deutschland, den USA und den Vereinten Nationen offiziell anerkannt wurde. Aus dem Staat Sudan hat sich nach jahrelangen Kriegen der Süden abgespaltet und heiß nun „Südsudan“. Und ist der 197. Staat unserer Erde.

südsudan

Nach der Staatsgründung – dem zuvor war eine Abstimmung vorangegangen mit einer 99% Bejahung – fordern nun Politiker aus aller Welt auf, Frieden zu wahren und für Stabilität zu sorgen. Auch UN-Generalsekreträr Ban Ki Moon begrüßte den neuen Staat. Am Wochenende feierten die acht Mio. Einwohner auf den Straßen, tanzten und trugen T-Shirts mit der Aufschrift „Free at Last“ – nach Vorbild Martin Luther Kings. Der Jubel in der neuen Hauptstadt Juba (Deutsch: Dschuba) kennt kaum Grenzen. Erst 2005 endete der Bürgerkrieg, in dem über 2 Mio. Menschen ihr Leben opferten.

Die Teilung des Sudan, bisher größtes Land Afrikas, ist die Konsequenz eines blutigen Krieges. Der Norden ist arabisch geprägt, der Süden wird vor allem von Schwarzafrikanern bewohnt. Nun heißt es für den Süden „Freiheit und Würde“. Doch die wenigsten machen sich Illusionen, dass ihre Situation besser wird. Echte Demokratie und Entwicklung ist gefragt.

Dass viele Touristen in das neue Land strömen, ist zweifelhaft. Das Auswärtige Amt hat schon eine neue Seite eingerichtet. Dort heißt es „Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Südsudan wird derzeit abgeraten.“ Schon jetzt sei ein Anstieg der Kriminalität in der Haupstadt zu sehen.

Tags: Afrika