Welt & Reise & Nachrichten

News von und für Globetrotter

Welt & Reise & Nachrichten header image 2

Schlafsack getestet – der Alexika Mountain

Vor kurzem war es soweit: ein neuer Schlafsack musste her. Mein Alter hat mich einige Jahre begleitet, aber durch einen blöden Umstand habe ich einen Riss in der Außenhülle hervorgerufen. Da ich ohnehin Lust auf etwas Neues hatte, kam eine Reparatur nicht mehr in Frage.

Meine Anforderungen sind auch nicht sonderlich hoch: Unter fünf Grad bin ich selten unterwegs. Außerdem sollte er recht leicht sein und trotzdem genug Platz im Inneren bieten. Nach einiger Recherche habe ich mich daher für den Alexika Mountain entschieden. Mit einem Preis um die 70 Euro ist er durchaus günstig. Der Temperaturbereich ist bis im Komfortbereich bis -6 Grad angegeben, Extrembereich sogar bis -20 Grad. Mehr als ausreichend für meine Zwecke.

alexika-mountain

Auf einem Festival konnte ich das gute Stück dann direkt testen. Nachts sanken die Temperaturen auf bis zu +8 Grad ab, also ideale Testbedingungen für meinen Einsatzbereich.

Das Bündel wiegt knapp unter zwei Kilo, ist also verhältnismäßig leicht. Damit ist die erste Anforderung schon einmal erfüllt. Das Außenmaterial besteht aus Polyester, innen werden verschiedene Isolationsmaterialien verwendet .

Gleich beim Auspacken fiel mir auf: der Reißverschluss lässt sich von zwei Seiten öffnen. Das kann nachts besonders praktisch sein. Die Reißverschlüsse sind mit Schlaufen versehen, so dass man sie problemlos öffnen und schließen kann. Solche kleinen Details gefallen mir an Schlafsäcken sehr.

reissverschluss

schlaufe

Nach oben hin lässt sich der Schlafsack extrem weit zuziehen. Dann schaut wirklich nur noch das halbe Gesicht raus. Ein zusätzlicher Kältekragen verhindert, das kalte Luft eindringt, sehr angenehm. Der Reißverschluss lässt sich oben auch noch mit einem Lasche (mit Klettverschluss) überdecken. Das verhindert zum Einen ungewolltes Öffnen beim Umdrehen, zum anderen auch noch eine mögliche Kältebrücke.

lasche

Besonders nett: im Kopfbereich gibt es eine Art Fach, in das man ein Kissen stopfen kann. Das hat mir beim Schlafen extrem gut gefallen, denn auch beim Umdrehen bleibt das Kissen so immer „in Position“.

haube

Im Inneren hat der Schlafsack auch eine kleine, eingenähte Netztasche, in die man zum Beispiel Geld oder Ausweispapiere unterbringen kann. So hat man alles Wichtige direkt bei sich.

netztasche

Am Fußende sind zwei kleine Schlaufen angebracht. Daran kann man den Schlafsack zum Trocknen und/oder Lüften kopfüber aufhängen.

fussende

Der Alexika Mountain bot im Inneren genau den Platz, den ich mir gewünscht habe. Ich konnte problemlos im angewinkeltem Arm schlafen, was in meinem alten Schlafsack kaum möglich war.

platz

Kalt war mir übrigens zu keiner Zeit, im Gegenteil. Die Temperatur wurde hervorragend reguliert. Das Gesicht bzw. die Nase waren ziemlich kalt, der Körper dagegen stets angenehm warm. Obwohl ich Glatze trage und keine Mütze aufhatte, war auch mein Kopf nie kalt, was für die Qualität der Haube spricht. Die Haube ist ohnehin super. Sie ist sehr weich gepolstert, was sich sehr angenehm anfühlt.

geschlossenIch bin mit dem Alexika Mountain absolut zufrieden. Wer noch mehr Platz braucht, für den gibt es auch einen Alexika Mountain Wide.

Ein besonderes Feature der Alexika-Schlafsäcke ist, dass sich auch zwei Schlafsäcke zu einem großen Partnerschlafsack verbinden lassen. Inwieweit das wirklich praktisch bzw. angenehm ist, keine Ahnung, aber für den einen oder anderen ist das vielleicht eine interessante Möglichkeit.

Fazit: Der Alexika Mountain ist ein sehr bequemer, gut isolierter und mit vielen kleinen Details ausgestatteter Schlafsack auch für niedrigere Temperaturen zu einem sehr günstigen Preis. Schwachstellen habe ich keine entdeckt.

Tags: Ausrüstung