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Entdeckung von Machu Picchu vor 100 Jahren

Am 24. Juni 1911 stieß der Amerikaner Hiram Bingham auf die verborgene Inkastadt Machu Picchu inmitten der Anden auf 2036 Meter Höhe in Peru. Glücklicherweise blieb die „Lost City“ während der Kolonialzeit von den Spaniern unentdeckt und somit unzerstört. Folglich blieben satte 80% der Inkastadt unversehrt, nur 20% mussten rekonstruiert werden.

Entdeckung von Machu Picchu vor 100 Jahren

Wenn man jedoch detaillierter in den Analen von Machu Picchu stöbert, so erkennt man, dass Bingham nicht der allererste vor Ort war, denn in einer Mauer entdeckte Bingham die Inschrift: Augustin Lizarraga 1902. 11 Jahre nach seiner offiziellen Entdeckung weicht er von seiner „Entdeckung“ ab und zeigt den Unterschied zwischen der Entdeckung einer Städte und seiner Veröffentlichung auf. Auch wird Bingham nachgesagt, aus der mythischen Inkastätte kostbares Nationalgut entwendet und außer Landes gebracht zu haben. Als seine Verhaftung immer realistischer zu werden drohte, verließ er Peru und kehrte erst 1948 zur Einweihung der Straße zurück, die heute die Touristen zu den Ruinen der Inkastadt bringt.

400 Jahre lang war Machu Picchu in Vergessenheit geraten. Heute, im Jahr 2011, steht die Inkastadt für ein unantastbares Weltwunder, das 1982 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Täglich strömen etwa 2.500 Besucher aus aller Welt mit Bus, Bahn oder zu Fuß in die Inkastadt Machu Picchu. So dass der peruanische Tourismusverband 90% seiner Einnahmen, nämlich 20 Millionen Euro Eintrittsgelder, mit der Inkastadt Machu Picchu erwirtschaft erwirtschaftet.

Doch dieser Massentourismus birgt neben dem finanziellen Gewinn auch Gefahren für den Erhalt der Inkastadt. Geräte messen die Erschütterungen, die täglich durch die Unmassen an Touristen verursacht werden. Japanische Forscher prophezeien, dass das Getrampel nur noch 60 Jahre dauern kann. Die peruanische Regierung denkt mittlerweile über eine Begrenzung der Anzahl an Touristen nach. Dennoch standen Spekulationen im Raum, Machu Picchu mit einer Seilbahn zu erschließen. Doch die UNESCO drohte damit, den Welterbe-Status zu entziehen, woraufhin die Überlegungen fallen gelassen wurden.

Tags: Südamerika