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Eine Reise nach London zur Olympiade 2012

Reisende, die während der Olympiade in London Heathrow landen, werden sich auf lange Wartezeiten auf der Rollbahn oder in der Luft einrichten müssen, denn der größte der fünf Londoner Flughäfen sei nicht ausreichend auf den zusätzlichen Zustrom an Passagieren vorbereitet, so die Befürchtungen des zuständigen Abgeordnetenkomitees des britischen Parlaments. In einem offenen Brief an Jeremy Hunt, dem für die Olympischen Spiele zuständigen Minister, erläuterten die Abgeordneten ihre Befürchtung, dass die Einwanderungscheckpoints des Londoner Flughafens unterbelegt seien und somit nicht in der Lage wären das erhöhte Passagieraufkommen zu bewältigen und den Besuchern unnötig lange Flugzeiten entstehen könnten.

Laut der britischen Flughafenbehörde BAA werden in London Heathrow an einem durchschnittlichen Reisetag im Sommer circa 95000 Passagiere abgefertigt. An den Hauptreisetagen der Olympiade – dem 26. Juli und dem 13. August – sollen allerdings bis zu 138000 Reisende erwartet werden, eine Steigerung von 45%. Eine proportional größere Anzahl von außereuropäischen Passagieren, die eigens für die Olympiade in die britische Hauptstadt reisen, würde zusätzlich für längere Schlangen bei der Einwanderungsabfertigung sorgen. Dies könnte dazu führen, dass Flugzeuge sich über einen längeren Zeitraum in der Warteschleife in der Luft oder auf dem Rollfeld befinden würden, bevor die jeweiligen Passagiere im Terminalgebäude abgefertigt werden können. Durch den entstandenen Rückstau würden zahlreiche Rollbahnen und Gates „über Stunden“ blockiert werden, was zum Verkehrsinfarkt führen würde, so die Parlamentarier. Sie wiesen außerdem darauf hin, dass weder Flugplanänderungen vorgesehen waren noch dass es einen Notfallplan gäbe, für den Fall dass es in London Heathrow zum Verkehrstillstand kommen würde.

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Der offene Brief wurde nach einer Sitzung des Komitees mit der BAA und der britischen Grenzbehörde, UKBA, verfasst, bei der die Vorbereitungen auf die Olympiade besprochen wurden. Einige UKBA Beamte hatten während der Sitzung angemerkt, dass aufgrund von Finanzierungslücken nicht alle Passkontrollstellen am Flughafen Heathrow während des verkehrsreichen Zeitraumes im Sommer 2012 belegt werden könnten. Die BAA erklärte in einer Reaktion auf den offenen Brief, dass die Wartezeiten bei der Einwanderung in London Heathrow zu Hauptverkehrszeiten häufig inakzeptabel seien, und forderte die britische Grenzbehörde auf sich dieser dringlichen Angelegenheit umgehend zu widmen. Ein Sprecher der UKBA sagte daraufhin, dass die Behörde sich ausreichend auf die Olympiade vorbereitet hätte und dass zusätzliches Personal für Reisetage mit hohem Verkehrsaufkommen zur Verfügung stünde. Man würde dabei jedoch nicht die Grenzsicherheit kompromittieren, hieß es weiterhin.

Am Anfang des Monats war der olympische Terminal in London Heathrow vorgestellt worden, der ausschließlich für die drei Tage nach Ende der Olympiade am 12. August genutzt werden soll. Von dem zusätzlichen Terminalgebäude soll die problemlose Abreise der mehr als 10000 Teilnehmer und Mitarbeiter der Olympiade gewährleistet werden.

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Tags: Europa