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43 Tote bei Zugunglück in China

43 Tote und über 200 Verletzte, darunter auch zwei Ausländer, ist die traurige Bilanz eines Zugunglücks im Osten Chinas. Ein Hochgeschwindigkeitszug sei in einen auf einer Brücke stehenden Zug in der Nähe der Stadt Wenzhou gerast, so die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

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Aufgrund eines Stromausfalls, das durch einen Blitzeinschlag verursacht wurde, blieb der Hochgeschwindigkeitszug auf einer Brücke liegen. Laut dem Fernsehsender von Hangzhou sei der Zug extrem langsam gefahren und schließlich zum Stillstand gekommen, als ein anderer Hochgeschwindigkeitszug aufgefahren sei. Dabei stürzten vier Wagen des auffahrenden Zuges 20 bis 30 Meter in die Tiefe. Ebenso entgleisten zwei Wagons des stehenden Zuges.

Das Ziel der beiden Züge war die Stadt Fuzhou in der Provinz Fujian im Osten des Landes. Während der erste Zug aus der Stadt Hangzhou kam, kam der zweite Hochgeschwindigkeitszug aus Peking. Laut „China Daily“ war dies das erste Zugunglück seit dem Einsetzen dieser Züge im Jahr 2007.

China investiert seit Jahren in den Ausbau ihres Hochgeschwindigkeitsnetzes. Vor allem die Vorzeigelinie zwischen Peking und Shanghai steht in jüngster Zeit in der Kritik, denn es häufen sich Verspätungen, Fehlfunktionen und Stromausfälle. Vor allem wird das Projekt von Korruptionsvorwürfen überschattet. So musste der Bahnminister im Frühjahr zurücktreten. Im Zusammenhang mit dem aktuellen Zugunglück wurden drei Bahnbeamte entlassen. Es wird gegen sie ermittelt.

Tags: China