Chile Reisen

Torres del Paine & mehr – 4 Wochen in Chile unterwegs


Torres del Paine Nationalpark

BildDer Torres del Paine Nationalpark gilt als der schönste Nationalparks Chile. Kein Wunder, daß jährlich 130.000 Besucher kommen, trotz der südlichen Abgelegenheit. Somit gehört der Torres del Paine Nationalpark zu jeder Reise nach Chile – nicht nur Wanderer und Kletterer fühlen sich hier wohl.

Hier unserer Bericht „Wandern im Torres del Paine„.

Die atemberaubende Landschaft besteht aus einigen sehr schönen Bergen, der Höchste ist der Cerro Paine Grande mit 3050 Metern Höhe. Weitere Gipfel sind der Paine Chico (1720 m), der Torres del Paine (2850 m) und deer Cuernos del Paine (2600m).

Die blaugrünen Bergseen komplettieren das schöne Panorama. Im Sommer sieht man hier sogar weißblaue Eisberge darin schwimmen, die von den Eiswänden des Grey-Gletschers abbrechen.

Die 2 bekanntesten Wandertouren im Torres del Paine Nationalpark

Es gibt zwei Möglichkeiten den Park zu erkunden: das „W“ und den „Circuit“. Welchen man läuft, hängt vor allem von der Jahreszeit ab und von den eigenen Vorlieben. Der Circuit dauert zwischen vier und acht Tagen, das „W“ lediglich drei oder vier Tage. Beim „Circuit“ sieht man natürlich mehr und ist auch nicht in den Massen der Touristen unterwegs. Beim Laufen des „W“ sieht man dafür in kürzerer Zeit mehr Sehenswürdigkeiten des Parks.

Torres del Paine Nationalpark

Foto: Auf der Fahrt in den Nationalpark.

Die meisten Besucher laufen lediglich das „W“ – dieser Weg dauert drei bis vier Tage. Gestartet wird beispielsweise im Westen am Laguna Amarga, so daß man von Ost nach West läuft. Die Tour endet dann am Lago Grey mit dem tollen Glaciar Grey. Schön ist, daß es auf dem gesamten Weg mehrere Refugios gibt, in denen man übernachten kann. Somit muß man kein Zelt mitschleppen.

Torres del Paine

Die zweite Möglichkeit ist der Circuit, der das „W“ enthält und noch weiter Richtung Norden führt. Auf dem weiteren Weg gibt es nur Campingplätze, keine Refugios mehr – Zelt nicht vergessen! Dieser Rundweg bedarf etwas mehr Planung, vor allem wettermäßig muß man schauen, daß man nicht in schlechtes Wetter rennt, ansonsten kómmt man nicht über den Paß kurz vor dem Grey Glacier.

Camping und Refugios im Torres del Paine Nationalpark

Es bestehen zwei Möglichkeiten für Übernachtungen im Park: Campen oder schlafen in den Hütten, den sogenannten Refugios. Dabei sollte man beachten, daß viele Refugios im Winter geschlossen haben (ab April). Im Sommer sollte man seinen Schlafplatz vorab buchen, ansonsten muß man mit dem Zelt vorlieb nehmen. Die Refugios haben meist Dorms mit vier bis acht Betten, warmes Wasser und eine Küche. Ein Bett kostet zwischen 17 und 30 US, ebenso kann man dort Zelte und Schlafsäcke mieten. Die Mountain Lodge Paine Grande hat das ganze Jahr über offen.

Campen ist weitaus billiger, ein Zeltplatz kostet 6 US pro Nacht. Diese Zeltplätze sind meist direkt neben den Refugios gelegen, in dem man auch ein Zelt mieten kann.

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Wandern und die Ausrüstung

Das Wetter im Torres del Paine ändert sich sehr schnell: gute Regenkleidung und Wanderschuhe sind sehr wichtig. Auch benötigt man ein wetterfestes Zelt und einen dicken Schlafsack im Winter. Sollte man nicht die ausreichende Kleidung und Outdoor-Ausrüstung dabei haben, kann man sich in zahlreichen Outdoor Stores in Punta Arenas oder Puerto Montte ausrüsten.

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Torres del Paine Nationalpark Eintrittsgebühren

Der Eintritt in den Park kostet derzeit 17 US in der Hochsaison und 8,5 US in der Nebensaison. Am Parkeingang befindet sich das CONAF Informationszentrum, in dem man Wanderkarten kaufen kann und aktuelle Informationen zu den Wegen und dem Wetter erhält. Hier sollte jeder Besucher stoppen!

Detaillierte Infos zum Nationalpark finden Sie hier: Torres del Paine.

Wetter im Torres del Paine Nationalpark

Das Wetter im Torres del Paine Nationalpark kann innerhalb von Stunden umschlagen. Somit sollte man stets die ganze Sammlung an Kleidung mitbringen: Regen, Schnee und Sonnenschirm gibt es nicht nur im Winter innerhalb von Stunden. Oftmals sitzen Wanderer tagelang am Parkeingang und warten, dass sich das Wetter bessert. Ist das Wetter schlecht, sieht man leider nicht die Postkarten-berühmten Torres del Paine.

Deshalb: Zeit mitbringen und den besten Augenblick abwarten.

Torres del Paine

Jahreszeiten im Torres del Paine Nationalpark

Die Monate Juni bis September sind quasi unbrauchbar, da dort der Winter eingezogen ist. Hochsaison ist Januar und Februar, hier steigen die Preise auch in das fast Unendliche. Die Monate November, Dezember und März eignen sich somit am besten für einen Trip in den Torres del Paine Nationalpark.

Wie in den Torres del Paine Nationalpark kommen?

Der Torres del Paine Nationalpark liegt nördlich von Puerto Natales. Das heißt, man muß zunächst nach Puerto Natales oder nach Puerto Arenas (150 km südlich) kommen.

Mit dem Flugzeug: LAN und Sky Airlines fliegen mehrmals am Tag von Santiago de Chile über Puerto Montte nach Punta Arenas. Die Kosten liegen bei knapp 100 US – egal, ob Oneway oder Roundtrip.

Mit dem Boot: Die Navimag Fähre fährt von Puerto Montt einmal pro Woche nach Puerto Natales. Die Fähre fährt 3 Nächte und 4 Tage. Es ist kein Kreuzfahrtschiff, sondern ein umgebauter Frachter, der im Bauch noch heute Autos, LKWs und Tiere befördert. In der Highseason kostet es mind. 500 US-Dollar, in der Nebensaison (ab April) ab 370 US. Allerdings kann man sich auf die Fahrpläne nie verlassen. Das schlechte Wetter lässt oftmals die An-ö und Abfahrt verspäten.

Mit dem Bus: Von Punta Arenas fährt man 30 bis 36 Stunden nach Puerto Natales. Nach Santiago dauert es nochmals ca. 12 Stunden von dort aus.

Direkt in den Park:

Mit dem Auto: Es gibt zwei Straßen von dort um in den Park zu kommen. Die klassische Route geht über den Cerro Castillo zum Nordufer des Lago Sarmiento. Seit 2007 gibt es eine weitere Schotterpiste von Puerto Natales in den Park, sie geht 20 km nördlich in Richtung der Mylodon-Höhle und dann zum Lago del Toro. Landschaftlich ist diese 2.Toru schöner als über den Cerro Castillo.

Mit dem Bus: Die Busse von Puerto Natales kommen an der Guarderia Lago Pehoé an und fahren zur Verwaltung des Parks.

Mit dem Boot: Dreimal täglich fährt ein Boot über den Lago Pehoé – von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Torres. Auch kann man über den Lago Grey fahren um den Grey Gletscher zu sehen.

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