Chile Reisen

Torres del Paine & mehr – 4 Wochen in Chile unterwegs


Santiago de Chile

Santiago ist heute das uneingeschränkte Zentrum von ganz Chile. Hier leben im Stadtbezirk ca. 5 Mio Menschen und in den Bezirken außenrum nochmals eine Mio. Das sind knapp 40 % der gesamten chilenischen Bevölkerung. Hier spiegelt sich das Wirtschaftswachstum des gesamten Landes wieder: Im Zentrum stehen zahlreichen moderne Hochhäuser. In der Ferne sieht man die schneebedeckten Anden.

Santiago vom Cerro San Cristobal aus gesehen

Foto: Santiago vom Cerro San Cristobal aus gesehen.

Die Stadt ist somit ein Kontrast zum Rest des Landes: Schon knapp 30 Kilometer nördlich kommt man in Dörfer, die nicht anders sein könnten. Santiago ist neben Buenos Aires in Argentinien die klassiche europäische Metropole in Südamerika. Der westliche Einfluß lässt sich hier nicht mehr unterdrücken.

Wir waren drei Tage in Santiago, für die meisten Besucher ist dies schon zu lang. Wer für seine Trip innerhalb Chile noch einkaufen muss, sollte hier zu schlagen. Viele Shoppingmalls – natürlich nach amerikanischen Vorbild gebaut – warten mit einer riesigen Auswahl an bekannten Geschäften.

Orientierung in Santiago de Chile

Die Orientierung in Santiago fällt vor allem in der Innenstadt besonders einfach: Schachbrettmuster – Die Straßen verlaufen rechtwinklig zueinander, lediglich einzelne Punkte durchstoßen diese Ordnung. Der Mittelpunkt von Santiago ist die Plaza Armas und die Straßen außenrum.

Das besondere ist die Nummierung der Hausnummer. Diese ist nämlich streng reglementiert. An der Kreuzung der Straßen Avenue O`Higgins/Avenue Providencia beginnt die Zählung – Ein Häuserblock besteht maximal aus 100 Nummern, auch wenn gar keine 100 Häuser dazwischen stehen. Auch sollten zwischen 100 Hausnummern knapp 100 Meter liegen. Schaut man sich dann den Stadtplan und sucht eine bestimmte Hausnummer in einer Straße kann man es sich recht leicht ausrechnen wir weit es ist.

Sehenswertes in Santiago de Chile

Das Stadtzentrum von Santiago ist recht überschaulich und vor allem durch guten öffentlichen Verkehrsmittel und der einfachen Orientierung (dazu unten mehr) leicht zu erkunden. Ich will hier lediglich auf zwei Higlights eingehen: der Plaza de Armas und der Cerro San Cristobal.

Beginnen sollte man seine Stadtbesichtigung auf der Plaza de Armas, wo einige besonders wichtige Gebäude stehen. Die Kathedrale, die Stadtverwaltung, die Hauptpost und einige Häuser der wichtigsten Familien.

 

Plaza de Armas

Foto: Links die Kathedrale Intendencia, rechts die Hauptpost.

Plaza de Armas

Foto: Der Plaza Armas mit vielen Palmen.

Plaza de Armas

Foto: Innerhalb der Hauptpost.

Regierungsgebäude in Santiago

Foto: Regierungsgebäude

Die Sicht vom Berg Cerro de San Cristobal ist an klarer Tagen beeindruckend: Hinter der Stadt zeigen sich die schneebedeckten Anden. Bei unserem Besuch leider nicht zu erkennen. Am Plaza Caupolican startet die Funicular, eine kleine Standseilbahn, nach oben. Von dort aus fährt die 1200 Meter lange Seilbahn Teleferico weiter nach oben. Letztere öffnet erst um frühen Nachmittag. Der Sonnenuntergang soll von hier aus besonders schön zu sehen sein.

Santiago vom Cerro San Cristobal aus gesehen

Foto: Santiago vom Cerro San Cristobal aus gesehen.

Santiago vom Cerro San Cristobal aus gesehen.

Foto: Santiago vom Cerro San Cristobal aus gesehen.

Foto: Santiago vom Cerro San Cristobal aus gesehen.

Foto: Santiago vom Cerro San Cristobal aus gesehen.

Hotels, Hostals & Übernachtungen in Santiago de Chile

Wie auch in jeder anderen Millionenmetropole gibt es in Santiago tausende Unterkünfte. Die billigsten Unterkünfte sind die Hostals, auch Hostels genannt. Diese sind nicht schlecht, bieten eben nicht soviel Komfort wie bessere Hotels. Wir haben unser Hostel in Santiago bei Hostelworld.com im Internet gebucht. Hier bekommt man zu jedem Hostels die Bewertungen der ehemaligen Gäste zu sehen.

Preislich ist Santiago sicherlich etwas teurer als der Rest des Landes. Ein Doppelzimmer im Hostel kostet zwischen 10 und 15 EUR pro Person.

Shopping in Santiago de Chile

Für viele Reisende ist Santiago ein Shoppingparadies. Große Kaufhäuser wie Paris, Ripley oder Falabella sind im Zentrum als in den meisten Shoppingmalls zu finden. Wir waren in der Shoppingmall „Parque Arauco“, welche mit dem Bus oder auch zu Fuß erreichbar ist. Hier gibt es bekannte Markenläden und einige Outdoorshops wir Northface, wo man für seinen Trip nach Patagonia günstige Rucksäcke, Zelte, Outdoor-Kleidung und andere nützliche Sachen kaufen kann.

Shoppingmall Parque Arauco

Foto: Shoppingmall „Parque Arauco“

IMG 1515

Foto: Selbst einen offiziellen Crocs Laden gibt es.

 

Gefahren in Santiago de Chile

Wir fühlten uns in Santiago sehr sicher – und diesen Ruf genießt die Stadt auch. Lediglich Kleinkriminalität ist hier zu finden: Vor allem in der Metro sollte man auf Rucksack und Kamera besonders achten. Ebenso auf der Plaza de Armas, wo oftmals Kleinkünstler große Menschenmenge anlocken.

Lassen Sie am besten ihre Wertsachen, Pässe, Kreditkarten etc. im Hotel. Wir haben von einigen Reisenden gehört, dass sie gleich zweimal am Tag beraubt wurden: Einmal wurde der Rucksack im Straßencafé geklaut, ein anderes Mal die Klette vom Hals entwendet.

Nachts sollten Sie einige Viertel eher meiden, dazu gehören die westlichen und nordwestlichen Straßen rund um den Plaza de Armas. Auch gilt der Cerro Santa Lucia und der Cerro San Cristobal nachts als gefährlich.

Verkehrsmittel in Santiago de Chile

Busfahren in Santiago ist möglich, allerdings selbst für Einheimische nur schwer durchschaubar. Man muß sich vorher eine sogenannte „Bip!“ an einer Metrostation kaufen, um die Busse benutzen zu können. Eine einfache Fahrt kostet 380 Pesos, egal wie weit man fährt. Seit 2007 gibt es den Verkehrsverbund Transantiago, dessen Busse zwar pünktlich sind, aber zu den Stoßzeiten überfüllt sind und wegen fehlenden Busspuren genauso im Stau stehen wie der Rest des Verkehrs.

An den Haltestationen gibt es weder Pläne noch Durchsagen, somit muß man genau schauen, was an den Tafeln vorne am Bus steht.

Metrofahren ist dagegen weitaus einfacher. Es gibt derzeit vier Linien, die allerdings nahcts nicht fahren. Man sollte sich genau erkundigen, wann die letzte U-Bahn fährt. Wie die Busse sind auch die U-Bahnen zur Rush-Hour hoffnungslos überfüllt. Ansonsten ist es aber die beste und schnellste Möglichkeit sich innerhalb von Santiago zu bewegen.

CIMG1863

Foto:

Die Taxis sind schwarz mit gelben Dach und großem Taxizeichen darauf. Man hält sie einfach auf der Straße an und gibt das Ziel an. Die Taxis haben fest eingebaute Taximeter, bei längeren Fahrten sollte man aber den Preis erfragen.

Flüge nach Santiago de Chile und weitere Möglichkeiten um nach Santiago zu kommen

Der Flugplatz Arturo Merino Benitez liegt 25 Km von der Innenstadt entfernt und ist mit dem Bus bestens zu erreichen. Kommt man am Flughafen aus dem Ausland an, so steht man einer riesigen Auswahl an Taxis gegenüber. Viele haben gar keine Zulassung, so daß, man wenn man nicht den günstigen Bus nehmen will, an den offiziellen Schaltern ein Taxi ordern sollte.

Inlandsflüge sind derzeit nur mit LAN und Sky Airlines möglich. International fliegen die meisten großen Airlines oder dessen Partnerverbündnisse nach Santiago.

Busfahren von Santiago de Chile: Von Santiago fahren Busse in alle möglichen Orte von Chile. Die Preise hängen von der Busklasse, der Saison und der Strecke ab. Generell ist es sehr billig in Chile Bus zu fahren. Die 1000 Km ins südliche Puerto Montt kostet zum Beispiel nur knapp 10.000 CLP. Sehr bequem sind die Nachtbusse wenn man die Klasse „Cama“ bucht. Hier hat man ein ganzes Bett zur Verfügung, ist aber etwa doppelt so teuer wie „Semi Cama“.

Das moderne Santiago