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Afrika Reise

Reise durch Kenia, Tansania, Namibia & Botswana


Wie man einen guten Safarianbieter findet

Afrika ist bekannt für seine tollen Möglichkeiten auf Safari zu gehen – wilde Tiere in ihren ursprünglichem Lebensumfeld zu erleben, die afrikanische Luft zu genießen, in schönen Lodges innerhalb der Nationalparks zu übernachten und tausende Schnappschüsse zu schießen.

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Doch bevor man diesen Spaß genießen kann, steht eine schwere Aufgabe vor einem: den richtigen Anbieter für den Safaritrip zu finden. „Kann ja nicht so schwer sein!“, meinen nun die meisten. Doch, es kann. Denn: Alleine in Arusha, dem Safari Mittelpunkt von Tansania, buhlen weit über 300 Anbieter um die Gunst des Touristen-Dollars.

Wir hatten Glück und haben einen richtigen guten Anbieter für unsere Bedürfnisse gefunden – haben uns aber vorher schon viele Gedanken gemacht, was wir sehen und auch was wir ausgeben wollen. Einen guten Safarioperator zu finden ist nicht immer einfach und kostet viel Zeit.

Im Folgenden schildern wir einige grundlegenden Überlegungen sowie unsere Erfahrungen, die den Vergleich der Anbieter erleichtern soll.

Buchung einer Safari – Zuhause oder vor Ort?

Das hängt natürlich von den eigenen Vorlieben ab, eins ist aber klar: Wenn Sie von zu Hause aus die Safari buchen, wird diese teurer sein und Spielraum zum Verhandeln haben Sie erst recht nicht. Vor allem in der Nebensaison bietet es sich an einen Flug zu buchen und dann vor Ort eine Safari zu organisieren. Sie verlieren dann aber mindestens zwei Tage.

Wenn Sie vor Ort sind, müssen Sie mindestens einen kompletten Tag einrechnen, um sich die Touranbieter, die in Frage kommen könnten, anzuschauen. Übereilen Sie auch dann nichts und schließen Sie nicht vorschnell einen Vertrag ab. Auf jeden Fall haben Sie vor Ort 1) die Möglichkeit einen besseren Preis auszuhandeln und 2) noch zusätzliche Mitfahrer für den Jeep zu finden (aber nicht mehr als vier Personen pro Vehikel), denn dann wird es auch noch mal billiger.

Bezahlung der Safari – in EUR, US-Dollar oder lokaler Währung?

Wenn Sie von zu Hause aus buchen, bezahlen Sie üblicherweise in EUR per Überweisung oder per Kreditkarte in US-Dollar.

Vor Ort werden US-Dollar verlangt. Am besten ist es, wenn Sie einen Stapel Dollar dabei haben. Vorsicht: Lassen Sie sich diese nicht auf dem Weg zum Touranbieter oder im Hotel stehlen.

Bei uns hat das Bezahlen in EUR per Überweisung damals Sinn gemacht und so konnten wir knapp 250 EUR Vorteil ausmachen, da die Firmen dann natürlich vor Ort einen schlechten Umtauschkurs anbieten.

Bezahlung per Kreditkarte vor Ort kostet zwischen 3 und 5 % extra seitens des Touroperators, plus die Auslandskosten, die ihre Kreditkartenfirma (meist 1,25 % oder 1,75 %) on top berechnet.

Kosten einer Safari – Budget Safari oder Top-End Safari?

Achten Sie genau darauf, was inklusive ist: Sind die nicht unerheblichen Parkgebühren, z.B. einmal in den Ngorongoro-Crate 100 USD, enthalten? Welche Getränke und Mahlzeiten sind inklusive? Wird Trinkgeld am Ende der Tour erwartet?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Budget-Safari, Mittelklasse und Top-End Safari.

Ersteres bedeutet, dass man im Zelt übernachtet, meist außerhalb der Nationalparks (was an sich schon ein Nachteil ist), mit vielen Leuten (bedeutet 5 bis 6) in ein Jeep gezwängt wird und das Essen nicht besonders verdaulich ist. Deshalb: Billig ist nicht immer das Beste, auch wenn es im Portemonnaie wehtut. Unter 90 USD pro Tag pro Person kommt kein zertifizierter Anbieter aus, darunter sollte man dann doch schon arg skeptisch sein.

Foto: Übernachten im Anhänger auf einer Budget-Safari

Übernachtung auf einer Budget-Safari

Die Mittelklasse Safaris übernachten meist schon in einfacheren Lodges und weisen meist ein gutes Preis-Leistungsverhältnis auf. Diese Art von Safaris bekommt man in der Low-Season auch zum Preis einer Budget-Safari. Hier muß man mindestens 120 bis 200 USD pro Tag pro Person ausgeben.

Top-End bzw. Luxussafaris kosten zwischen 200 USD und 600 USD oder noch mehr. Man übernachtet in Tented Lodges, Privatlodges oder man fliegt zu abgelegenen Privatunterkünften, die sehr schön in die Natur integriert sind. Für diesen Preis kann man alle möglichen Annehmlichkeiten erwarten: Tolles Restaurants und Essen, exquisiter Service und einen Top ausgebildeten Guide.

Foto: Unsere Luxuslodge in der Serengeti

Lodge Mbalageti

Beispiel: Wir haben für unsere 7-Tage-Safari knapp 1465 USD bezahlt, also etwas über 200 USD am Tag. Wir übernachteten 2 Tage im Zelt innerhalb des Tarangire Nationalparks, 3 Nächte in einer Luxuslodge Mbalageti in der Serengeti und eine Nacht in einer einfachen Lodge am Ngorogoro-Crater.

Dabei waren wir zu viert in einem Jeep, konnten uns vorab die Tour selbst zusammenstellen bzw. bei der Wahl der Unterkünfte mitbestimmen. Für uns ein voller Erfolg!

Auf das sollten sie beim Anbieter achten

  • Fragen Sie soviele Reisende wie möglich über den Touranbieter aus. Einfach die Touristen auf der Straße anquatschen.
  • Seien Sie skeptisch bei allzu niedrigen Preisen – umso billiger, umso mehr Abstriche muß man einfach machen.
  • Lassen Sie sich nicht auf „Last-Minute“-Schnäppchen ein. Wenn eine Tour morgen früh startet und Sie können den letzten Platz haben, müssen aber sofort und hier bezahlen: Finger weg! Das hört sich schwer nach Nepp-Angebot an!
  • Für Anbieter in Tansania checken Sie die schwarze Liste des „Tanzania Tourist Boards`s Tourist Information Centre“ TTB aus: www.tanzania-web.com . Auch ein Büro in Arusha gibt Auskünfte.
  • Auch die „Tanzanian Association of Tour Operators“ TATO unter www.tatotz.org hält eine schwarze Liste bereit.
  • Lassen Sie sich nur auf Touranbieter ein, die auch eigene Fahrzeuge haben. Ansonsten werden Sie mit vielen anderen zusammengesteckt und gehen dann vielleicht mit einem Anbieter, den Sie von vornherein ausgeschlossen haben.
  • Halten Sie den genauen Tourablauf schriftlich fest und verlangen Sie einen Ausdruck.
  • Achten Sie darauf, dass Sie einen englischsprachigen Guide bekommen.
  • Wenn Sie irgendwelche Zweifel haben bei einem Anbieter: bezahlen Sie nur vor Ort im Büro und niemals z.B. vorab in Dar Es Salam.
  • Gehen Sie falls möglich nur mit einem großen Anbieter. Denn die Fahrzeuge sind innerhalb der Parks per Funk verbunden und können somit durchgeben, wo welche Tiere zu sehen sind.

Safarianbieter

Tipps für Arusha in Tansania

In Arusha (Tansania) laufen genügend Jungs auf der Straße rum, die Ihnen sofort einen „best price“ machen – und dann ist ihr Geld weg. Denn Visitenkarten von Fake-Firmen sind nicht teuer. Erste Anlaufstation ist das Tourismusbüro. Hier gibt es schwarze Listen von Anbietern, die negativ aufgefallen sind bzw. Namen von Firmen, die es gar nicht gibt – nur die Visitenkarte. ;-)

Einen Tag Zeit nehmen sollte man sich. Achten Sie auf die Touts, die Sie von Anbieter zu Anbieter führen. Für dne Service zahlen nicht Sie, sondern der Touranbieter – das macht ihren Reisepreis natürlich nochmals teurer.

Unsere Empfehlung: Roy Safaris in Arusha!

Wir haben uns einige Anbieter angeschaut und haben dann unsere Tour mit Roy Safaris gemacht. Das war eine super Wahl: kompetente Beratung, fairer Preis und sehr nette Menschen. Hier wurde eingängig die möglichen Tourabläufe besprochen, welche Nationalparks wir besuchen möchten und in welchen Lodges wir übernachten.

Foto: Unser Toyota Landcruiser von Roy Safaris vor dem Eingang zur Serengeti.

Toyota Landruiser von Roy Safaris

Foto. Toyota Landcruiser mit Aufstelldach für beste Aussicht!

Toyota Landcruiser

Und nun noch weitere Überlegungen:

  • Ausrüstung: Welche Autos und Zelte werden benutzt? Lassen Sie sich vorher soviel wie möglich zeigen.
  • Guides: Ein guter Guide macht die Safari noch besser, ein schlechter macht diese noch schlechter. Informieren Sie sich über die Ausbildung der Guides.
  • Tagesablauf: Viele Fahrer wollen einem soviel wie möglich zeigen. Sprechen Sie mit ihm, wenn Sie irgendwo länger bleiben wollen um die Tiere/die Aussicht/die Atmosphäre zu genießen.
  • Weniger ist mehr: Finden Sie vorher heraus, wie viele Personen auf der Tour dabei sein werden.
  • Spezielle Vorlieben: Wenn Sie Fotograf oder Vogelliebhaber sind, buchen Sie eine speziell dafür angebotene Tour.

Wir hoffen, unsere Tipps waren nützlich!

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